Im Jahr 2006 wurde an verschiedenen legendenumwobenen Felsen der Oberlausitz ein Sonnenbeobachtungsphänomen entdeckt. Sichtöffnungen im Felsgestein bieten die Möglichkeit kalendarischer Sonnenbeobachtungen zur Bestimmung der Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen. Zur Erforschung des Phänomens gründete die Sternwarte 2008 die Fachgruppe Archäoastronomie.

Seitdem erhalten Schüler im Rahmen der Vereinsarbeit auch archäoastronomische Forschungsaufgaben. Sie informieren sich über das Funktionsprinzip kalendarische Sonnenbeobachtungen, vermessen Objekte, fotografieren Sonnenereignisse, fertigen Dokumentationen an, bauen Modelle und halten Vorträge über die Forschungsergebnisse.

Im Frühjahr 2012 eröffnete die Sächsische Landesgartenschau in Löbau. Im Bereich des grünen Klassenzimmers erhielt die Fachgruppe Archäoastronomie als Höhepunkt ihrer bis dahin geleisteten Arbeit die Möglichkeit eine archäoastronomische Steingartenanlage zu konzipieren und zahlreichen Schülergruppen über die archäoastronomischen Forschungen in der Oberlausitz zu berichten.

Im gleichen Jahr wurde die erste internationale Vernetzung prähistorischer Sonnenheiligtümer in der Sternwarte Sohland organisiert. Dabei konnten die Teilnehmer per mobiles Internet den Sonnenuntergang der Sommersonnenwende an mehreren mutmaßlichen Sonnenheiligtümern Europas gleichzeitig beobachten.

Auch das Jugendprogramm der Sternwarte Sohland, „Über Grenzen zu den Sternen auf der Suche nach dem Stein der Weisen“ beinhaltet archäoastronomische Themen. Es fanden zum Beispiel Ausflüge zu mutmaßlichen Sonnenheiligtümern statt, wie zum Beispiel per Fahrrad zur „Steinernen Himmelsscheibe von Neusalza-Spremberg“. Das ist eine Felsformation, deren Sichtöffnungen das gleiche kalendarische Sonnenbeobachtungsschema widerspiegelt wie es auf der in Sachsen-Anhalt gefundenen bronzenen Himmelsscheibe von Nebra dokumentiert ist.